Geschichte(n) aus Berlin

Berlin ist Hauptstadt, und als Land eine parlamentarische Republik sowie ein teilsouveräner Gliedstaat der Bundesrepublik Deutschland. Die Stadt ist mit rund 3,7 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste und mit 892 Quadratkilometern die flächengrößte Gemeinde Deutschlands sowie die bevölkerungsreichste Stadt der Europäischen Union. In der Agglomeration Berlin leben knapp 4,7 Millionen Einwohner, in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg 6,2 Millionen. Der Stadtstaat besteht aus zwölf Bezirken. Neben den Flüssen Spree und Havel befinden sich im Stadtgebiet kleinere Fließgewässer sowie zahlreiche Seen und Wälder.
Im 13. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt, war Berlin in seiner Geschichte Hauptstadt der Mark Brandenburg, Preußens und Deutschlands. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs unterlag die Stadt 1945 dem Viermächtestatus; Ost-Berlin hatte ab 1949 die Funktion als Hauptstadt der Deutschen Demokratischen Republik, während West-Berlin sich eng an die alte Bundesrepublik Deutschland anschloss. Mit dem Fall der Berliner Mauer 1989 und der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 wuchsen die beiden Stadthälften wieder zusammen und Berlin erhielt seine Rolle als gesamtdeutsche Hauptstadt zurück. Seit 1999 ist die Stadt Sitz der Bundesregierung, des Bundespräsidenten, des Deutschen Bundestages, des Bundesrates sowie der Bundesministerien, zahlreicher Bundesbehörden und Botschaften.

Quelle: Wikipedia

Heinrich Steup wurde am 13. September 1876 in Northeim (Niedersachsen) geboren und starb am 9. April 1934 in Berlin. Um 1890/91 besucht er das Königliche Gymnasium zu Eisleben. Er studierte anschließend Rechtswissenschaften und war nach dem Studium viele Jahre Leiter des Sekretariates der Depositenkasse der Commerz- und Privatbank in Berlin. Er leitete etwa ein Jahr lang die dem Reichsfinanzministerium unterstellte Postüberwachungsstelle und gründete dann zusammen mit Otto Bernhard die "Steup- und Bernhard-Verlagsgesellschaft mbH, Berlin". Er war längere Zeit in der amtlichen Devisenbeschaffungsstelle GmbH, Berlin, tätig, die den Devisenbedarf für die Reichsstellen beschaffte.

Lilli Steup, geb. Rosenthal wird am 18 Januar 1906 geboren, als Tochter des am 13. Oktober 1869 in Schlochau, Pommern (heute Człuchów, Polen) geborenen Moses Rosenthal und seiner Ehefrau. Sie hat eine ältere Schwester, die am 24. Juni 1899 geborene Grete.

Lilli heiratet um 1930 Louis Emil Steup, der am 31 Jan 1906 in Frankfurt als 4. Kind des Postsekretärs Karl Steup und seiner zweiten Ehefrau Mathilde, geb. Schneider geboren wird. Louis Emil absolviert die Liebig-Oberrealschule in Frankfurt a. Main, an der er Ostern 1924 die Reifeprüfung besteht. Er war ein begabter Schüler und ausgezeichneter Mathematiker. Anschließend studiert er Philologie an der Universität Frankfurt a. M., um Studienrat zu werden, gibt aber nach zwei Jahren wegen der schlechten und trostlosen Berufsaussichten in diesem Fach (Numerus Clausus) und der Pensionierung seines Vaters das Studium auf und findet als guter Mathematiker Beschäftigung bei einer Frankfurter Lebensversicherungs-Gesellschaft.

1929 wird er von der großen Versicherungsgesellschaft "Allianz" in Berlin wegen seiner hervorragenden mathematischen Fähigkeiten übernommen und fest angestellt.

Bereits 1936 wird die Ehe zwischen Lilli und Louis Emil kinderlos geschieden.

1939 heiratet Louis Emil in Berlin die am 22 Oktober 1907 geborene Else Herrmann. Der gemeinsame Sohn Klaus Rainer wird mitten im zweiten Weltkrieg am 15 Juni 1941 geboren.

Günter Steup wurde am 3. Januar 1928 in Berlin-Neukölln geboren, wohnhaft in Berlin-Schöneweide, von Beruf Feinmechaniker,  tätig  bei  der  AEG  in  Niederschöneweide,  zudem  HJ-Geschäftsstellenführer.

Er wurde am 31. Mai 1945 in Berlin in seiner Wohnung verhaftet und am 20. Juli 1945 aufgrund Art. 58-8, 58-9 und 58-11 [1] des Strafgesetzbuches der RSFSR [2] vom SMT [3] der 60. Garde-Schützendivision in Döberitz zum Tode durch Erschießen verurteilt.

Vorwurf:

Terror, Diversion und Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation, die Gruppe gründete Ende Februar/Anfang März 1945 eine Organisation Werwolf mit dem Ziel sich gegenüber der Roten Armee loyal verhaltende Deutsche zu töten, sie tauchten vom 22. bis zum 28.4.1945 in die Illegalität ab, um Waffen und Munition für spätere terroristische Anschlage zu verstecken, verließen jedoch das Versteck wieder und ließen Munition und Waffen zurück.

Das Urteil wurde am 13. August 1945 zwölf Kilometer südöstlich vom Berliner Olympischen Dorf vollstreckt. Er wurde zusammen mit Konrad Drews, Dietrich Pagel, Harry Prestel, Horst Ritzkowski und Günter Ziegenhagen hingerichtet.